Promotionsstipendium der Ingeborg-Gross-Stiftung

Lea Zimmermann schreibt ihre Dissertation im Rahmen eines Promotionsstipendiums der Ingeborg-Groß-Stiftung:

"Die Funktionalisierung von Textilien und damit die Möglichkeit der Wandlung eines Stoffes oder einer Faser in ein neues innovatives Produkt hat mich schon immer fasziniert und mich bereits durch die gesamte Studienlaufbahn begleitet. Während meines Bachelor Studiums an der Hochschule Niederrhein habe ich mich intensiv mit dem Bereich der Cosmetotextiles beschäftigt. Hier habe ich die unterschiedlichen Funktionalisierungsverfahren zur Anbindung von Mikrokapseln an und in die Faser untersucht. An der Technischen Universität Dresden habe ich vor kurzem erfolgreich meine Masterarbeit im Bereich der Biofunktionalisierung von Seide für die Implantat-Medizin mit dem langfristigen Ziel Zellen, Wachstumsfaktoren oder Makromoleküle und damit möglicherweise Medikamente an das Material zu immobilisieren, im Fachbereich Maschinenbau verteidigt. Intensiv habe ich mich mit der chemischen Funktionalisierung von Seidenoberflächen beschäftigt und dabei Seidenfasern erfolgreich mittels der Carbodiimidchemie funktionalisieren können. Die während der Studienzeit gesammelten Kenntnisse in diesem Gebiet werden für die angestrebte Promotion an den Deutschen Instituten für Textil -und Faserforschung (DITF) sicher sehr hilfreich sein."

Das Ziel der Dissertation im Rahmen des Promotionsstipendiums der Ingeborg-Groß-Stiftung ist die Analyse der Realisierbarkeit von selbstkühlenden Effekten auf textilen Oberflächen und die Untersuchung der Wechselwirkung thermodynamischer Parameter hinsichtlich der passiven Strahlungskühlung. Dabei werden besondere Beschichtungen entwickelt, die in der Lage sind die Oberflächentemperatur im Vergleich zur umgebenden Lufttemperatur zu senken. Die zu ermittelnden Zusammenhänge dienen zur Einsparung von Energie für Klimaanlagen mit Gebäudehüllen aus textilen Werkstoffen aber auch für die Anregung zu Werkstoffinnovationen für Freizeitbekleidung oder für Sport- und Schutzbekleidung. Im Hinblick auf steigende Temperaturen bedingt durch den Klimawandel und die damit einhergehenden Problematiken bieten die zu untersuchenden Ergebnisse einen Lösungsansatz für ein nachhaltiges Kühlsystem ohne eine externe Energiezufuhr zu benötigen.

Info

Weltweit stehen heute rund 1.000 Mitarbeiter für den Erfolg der Unternehmensgruppe Schill+Seilacher, die sich in Stiftungsbesitz befindet. Tradition und durch ein hohes Maß an Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sichergestellte Innovation sichern unser dynamisches Wachstum.

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